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Termine
24.09.2026
17:30 Uhr
Fachvortrag „Beschützender Wohnbereich“
Neuigkeiten
150 Jahre Feuerwehr Bissingen: Unsere Bewohner feiern beim großen Jubiläum mit!
Tatüüütataaa! Die Feuerwehr Bissingen feierte ihr 150. Jubiläum mit einem mehrtägigen Programm – und unsere Bewohner waren bei bestem Wetter mittendrin statt nur dabei! Der Festumzug lief direkt vor den Toren unserer Residenz durchs Dorf – die Begeisterung war riesig! Im Festzelt ließ ein ganz besonderer Stargast die Herzen der Seniorinnen höher schlagen: Andy Borg […]
Mit einem Lächeln im Gesicht empfängt uns Elfriede Dill. Die gebürtige Berlinerin, der das charakteristisch berlinerische ‚Ick‘ immer noch manchmal über die Lippen huscht, kam einst der Liebe wegen ins schöne Bayern. „Ich habe damals meinen Mann im Urlaub in Langenargen kennengelernt“, erzählt sie.
Frau Dill hat sich auf den heutigen Interview-Termin gefreut. Mit einem wachen Blick beginnt sie zu erzählen: von ihrem Sohn, ihrer Tochter und ihrer Scheidung nach 16 Ehejahren. Da war sie auf sich allein gestellt mit zwei Kindern. „Aber das hat schon gut funktioniert. Ich arbeitete ja bei Siemens im Labor und hatte daran viel Spaß.“ Genau genommen ist die jung gebliebene Seniorin noch in der Kurzzeitpflege zu Gast. „Demnächst werde ich aber unterschreiben, dass ich hierbleibe.“ Auf die Frage, was sie dazu bewogen habe, antwortet sie: „Wissen Sie, ick finde es hier wirklich schön. Vorher hatte ich ja eine größere Wohnung in Krumbach. Doch zu Hause bin ich immer wieder gefallen, das ging wirklich nicht mehr. Mein Knie tut mir heute noch manchmal weh. Hier fühle ich mich sicher.“
Abwechslungsreiche Tage
Frau Dill hat sich schon sehr gut eingelebt: „Mir gefällt es in dieser Residenz einfach gut. Ich kann zwar noch viele Dinge selber machen, habe aber immer Hilfe, wenn ich Hilfe brauche. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Die Stimmung ist auch sehr gut. Ich wohne in einem Zweibettzimmer mit einer netten Dame. Wir passen uns da an. Die Umstellung war natürlich am Anfang schon da, aber man lebt sich so schnell ein. Die letzte Zeit war ich in meiner Wohnung nicht mehr so wendig, war auch auf einen Sozialdienst angewiesen. Und wenn der mal nicht kam, stand ich da. Dann rief meine Tochter hier an und wir waren sofort begeistert, weil uns alles so gut erklärt wurde.“ Obwohl Frau Dill erst drei Wochen in der Residenz wohnt, hat sie bereits Anschluss gefunden: „Wir sitzen ja regelmäßig bei den Mahlzeiten zusammen, da kommt man schon ins Gespräch und kann sich unterhalten. Vielleicht spielen wir demnächst ja mal eine Runde ‚Mensch ärgere Dich nicht‘.“
Man sieht Frau Dill an, dass sie sich hier wohlfühlt. „Ich starte morgens mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Dann esse ich beispielsweise eine Körner-Semmel. Auch meine Tochter wohnt ganz in der Nähe und kommt mich regelmäßig besuchen. Früher habe ich viel Handarbeit gemacht und gestrickt. Auch ein eigenes Auto hatte ich und bin mit meinen zwei Kindern überall hingefahren. Mein Sohn Peter ist aber leider schon verstorben“, erklärt sie.
Doch die taffe Frau hat trotz der Schicksalsschläge ihre Lebensfreude wiedergefunden: „Hier nehme ich gerne am Beschäftigungsangebot teil. Heute beispielsweise haben wir mit Klangschalen musiziert. Das war sehr beruhigend. Ich gehe samstags und sonntags auch gerne in den Gottesdienst. Ab und zu ziehe ich mich dann auch mal gerne zurück – das kann ich machen, wann immer ich will.“ Fest steht: Mit ihrer offenen und herzlichen Art wird Frau Dill hier noch viele Freundschaften schließen.
Herzlichen Dank für das nette Gespräch, liebe Frau Dill.
Keine Frage: Frau Sager ist ein echtes Original, das merkt man sofort, wenn man der lebenslustigen Bayerin gegenübersitzt. Sie ist so richtig gut drauf. „Wissen’s eigentlich heiß i Franziska Elionore Sager, denn Elionore war der Name meiner Mutter.“ Schon als junges Madel musste sie mitanpacken. In der Pro Seniore Residenz Bissingen blüht sie auf.
Frau Sager berichtet aus ihrer Kindheit: „Wir waren ja vier Kinder zu Hause. Da hab‘ ich nach der Schule Kinder gehütet und auch mein erstes Geld verdient. Ich bin ein großer Kinderfreund, müssen’s wissen.“ Sie lächelt. Selbst hat sie drei Kinder, dazu fünf Enkel und drei Urenkel. Ihre drei Töchter arbeiten weit weg, aber man telefoniere täglich, erzählt Frau Sager. Das ist ihr wichtig. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie über fünfzig Jahre in Tapfheim gelebt, dann sei dieser vor einigen Jahren verstorben. Frau Sager musste den Alltag im eigenen Zuhause alleine bewältigen, was ihr immer schwerer gefallen sei. Dann erlitt sie einen Schlaganfall, doch darüber kann Frau Sager heute sogar ein wenig schmunzeln: „Wissen’s, wen Gott liebt, den züchtigt er. Und mich mag er wohl besonders gerne (lacht). Ich krieg‘ scheinbar alles, was die anderen nicht wollen. Doch von dem Schlaganfall habe ich mich wieder
richtig gut erholt. Das Schlimmste war, dass ich nicht sprechen konnte. Des is a Todsünd.“ Doch der eigentliche Grund, warum sie schließlich hier in der Residenz eingezogen ist, war ein Sturz auf dem Friedhof. „Ja, da haben’s richtig gehört. I wollt auf den Kirchhof nauf, Gras wegzupfen und hab‘ geschaut wie ein Professor. Von da an weiß ich nichts mehr, weil ich gestürzt bin. Nach dem Krankenhausaufenthalt kam ich hierher – und das war der richtige Schritt.“
Bestens versorgt
Besonders schätzt Frau Sager, dass jemand da ist, wenn man jemanden braucht. „Ich hatte vor kurzem beispielsweise eine Sommergrippe und wurde hier optimal versorgt. Wenn ich da noch alleine in meinem alten Haus gelebt hätte, das wäre nicht auszudenken. Wir unternehmen in der Freizeit viel. So viel bin ich früher, als ich noch alleine lebte, nie rausgekommen. Erst letztenssind wir zusammen in den Tierpark gefahren. In der Residenz selbst wird auch ordentlich was geboten. Was so geht, mach i mit.“ Dann holt Frau Sager, die das „rollende R“ so wundervoll ausspricht, den Freizeitplan, auf dem zahlreiche Veranstaltungen vermerkt sind – vom Kuchenbacken bis hin zur Gymnastikgruppe. „Gymnastik mache ich sehr gerne mit. Das tut mir gut“, sagt sie.
Dankbar ist Franziska Sager besonders für die Hilfe, die sie hier erhält. „Gerade das Anziehen ist für mich Schwerstarbeit. Aber ich versuche noch so vieles wie möglich selbst
zu machen“, sagt sie. Freundschaften habe sie ebenfalls in der Residenz geschlossen: „Wir sind hier eine nette Clique und erzählen uns schon viel.“
Liebe Frau Sager, danke, dass Sie sich Zeit für das Gespräch genommen haben. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude.